Gerstenkorn: Ursachen, Symptome und Behandlung

Das Gerstenkorn oder Hordeolum beschreibt eine akute bakterielle Entzündung der Talg- und Schweißdrüsen an den Augenlidern, die sich als schmerzhafter eitergefüllter Knoten bemerkbar macht. Die Erkrankung ist zwar äußerst unangenehm, heilt jedoch in der Regel innerhalb kurzer Zeit von selbst aus und verursacht keine Komplikationen.

Ursachen eines Gerstenkorns

In den meisten Fällen wird das Hordeolum durch Staphylokokken ausgelöst, die die Lidränder und die Drüsen besiedeln. Ist das Immunsystem durch eine Krankheit geschwächt, können sich diese Bakterien schneller vermehren und lösen in den betroffenen Drüsen eine Infektion aus. Menschen, die an Diabetes oder Akne leiden, sind besonders häufig von dieser entzündlichen Erkrankung betroffen. Auch Vitaminmangel und einseitige Ernährungsgewohnheiten, Hormonschwankungen, eine übermäßige Stressbelastung, übertriebene sportliche Betätigung, regelmäßiger Alkoholkonsum und Rauchen kommen als Ursachen eines Gerstenkorns in Betracht.

Entsteht ein Hordeolum immer wieder, sollte sich der Patient einer umfassenden ärztlichen Untersuchung unterziehen, um eine Immunschwäche auszuschließen. Oft liegen die Ursachen eines Gerstenkorns auch in mangelnder Hygiene, wenn die Bakterien durch Kontakt mit ungewaschenen Händen oder Make-up in die Augen dringen und dort einen geeigneten Nährboden finden, um sich rasch zu vermehren.

Verlauf und Symptome des Gerstenkorns

Ein Hordeolum ist eine äußerst schmerzhafte Entzündung, die mit der Bildung von Furunkeln und Schwellungen des Lidrandes einhergeht. Die Betroffenen stellen zunächst ein Spannungs- und Fremdkörpergefühl sowie einen Juckreiz fest, bevor sich das Augenlid rötet und anschwillt. Je nachdem, welche Drüse entzündet ist, treten die Symptome eines Gerstenkorns an unterschiedlichen Stellen auf. Ist das äußere Augenlid betroffen, ist die Erkrankung durch einen Knoten am Wimpernbereich erkennbar, der sich mit Eiter füllt und bei Berührung und Druck stark schmerzt. Ist eine Drüse am inneren Lidrand entzündet, sind die Symptome des Gerstenkorns nur dann zu sehen, wenn das Lid nach außen geklappt wird. Sehr selten treten bei einem Gerstenkorn auch Symptome wie Fieber und geschwollene Lymphknoten auf.

In der Regel heilt die Erkrankung nach einigen Tagen von selbst aus, wenn sich der Knoten öffnet und der Eiter abfließt. Nur selten treten Komplikationen auf, die meist aus einem falschen Verhalten des Patienten und unsachgemäßer Behandlung resultieren. Als Folge eines Hordeolums am inneren Lidrand kann sich eine Bindehautentzündung entwickeln. Nur in schweren Fällen weitet sich der Entzündungsherd aus und verursacht eine Infektion der Augenhöhle oder ein Abszess.

Behandlung eines Hordeolums

Die unangenehmen Symptome eines Gerstenkorns klingen meist nach wenigen Tagen ab. Allerdings müssen Betroffene einiges beachten, um keine Ausweitung des Entzündungsherdes zu riskieren. Gründliches Händewaschen ist in der entzündlichen Phase ebenso wichtig wie der konsequente Verzicht auf Kontaktlinsen und Make-up wie Mascara oder Lidschatten. Niemals sollte der Patient die betroffene Stelle berühren oder gar versuchen, den Eiter auszudrücken.

Um die schmerzhaften Symptome des Gerstenkorns zu lindern, können Kompressen mit Ringelblume oder grünem Tee angewandt und das Auge mit einer Rotlichtlampe bestrahlt werden. Wenn das Furunkel schließlich von selbst platzt, tritt der hochinfektiöse Eiter aus, der sich im ganzen Auge verteilen kann. Um in dieser Phase weitere Entzündungen zu verhindern, empfiehlt sich die Anwendung von antibakteriellen Augentropfen oder einer Augensalbe. Zusätzlich sollte das Immunsystem mit homöopathischen Präparaten und gesunder Ernährung gestärkt werden. Hat sich der Eiterknoten verkapselt, muss der Arzt diesen mit einem Skalpell aufschneiden, damit das Entzündungssekret abfließen kann.

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