Hautekzeme: Behandlungsmöglichkeiten

Ein Hautekzem kann von einem Dermatologen anhand der sichtbaren Symptome und der Beschreibung der Beschwerden durch den Patienten in der Regel leicht diagnostiziert werden. Die konventionelle Behandlung eines Hautekzems basiert einerseits auf einer Definition des auslösenden Allergens, andererseits auf einer gezielten Therapie der betroffenen Hautareale mit Salben, Ölbädern und Präparaten auf Basis verschiedener Wirkstoffe.

Diagnose und Identifizierung des Allergens

Grundsätzlich kommen viele unterschiedliche Substanzen als Auslöser eines Ekzems infrage. Der behandelnde Arzt kann das Allergen in vielen Fällen durch eine Anamnese, also ein umfassendes Gespräch mit dem Patienten über dessen berufliche Tätigkeiten oder alltäglichen Kontakt mit reizenden Chemikalien bestimmen. Alternativ steht auch die Möglichkeit zur Verfügung, durch einen sogenannten Epikutantest allergische Hautreaktionen zu analysieren.

Im Rahmen eines solchen Hauttests werden verschiedene kleine Pflaster, die mit geringen Mengen möglicher allergieauslösender Substanzen versehen werden, in Reihen auf die Haut des Rückens geklebt. Diese werden im Zeitraum zwischen 24 und 72 Stunden dreimal auf die Bildung eines kleinen Hautekzems untersucht. Zeigt sich an einer Teststelle eine Ekzemreaktion, wird der Arzt dem Patienten einen Allergiepass ausstellen. Kommt der Betroffene mit der identifizierten Substanz berufsbedingt in Kontakt, erfolgt darüber eine Meldung bei der Berufsgenossenschaft.

Die richtige Basispflege

Die erfolgreiche Behandlung eines Hautekzems ist nur dann möglich, wenn der auslösende Reizstoff gefunden und konsequent vermieden wird. Dies kann unter Umständen sogar einen Wechsel des Berufs notwendig machen. Um die gestörte Schutzfunktion der Haut allmählich wiederherzustellen, ist eine sorgfältige Basispflege die wichtigste Maßnahme. Dazu stehen in der Apotheke erhältliche Ölbäder sowie wirkstofffreie Cremes und Salben zur Verfügung. Nässende und wunde Hautstellen sollten unbedingt mit einem fettfeuchten Verband behandelt werden, um die Beschwerden zu lindern und einer Austrocknung der betroffenen Hautareale vorzubeugen. Dazu wird auf die Stelle eine Salbe aufgetragen, ein feuchter Verband darübergelegt und schließlich mit einem trockenen Verband bedeckt. Dieser sollte mehrere Stunden auf der Haut verbleiben, bis der Juckreiz abgeklungen ist.

Schulmedizinische Behandlung eines Hautekzems

Neben wirkstofffreien Cremes und Salben für die Basispflege können zur Behandlung eines akuten Hautekzems auch Harnstoffpräparate eingesetzt werden, die die Störungen in der Hornhautschicht stabilisieren, den Juckreiz lindern und eine leicht entzündungshemmende Wirkung entfalten. Harnstoff besitzt zudem die Eigenschaft, die Abschuppung der Haut zu beschleunigen. Ebenso wirksame Hautpflegeprodukte sind Salben mit Zinkoxid, ungesättigten Fettsäuren oder Lebertran. Auch das regelmäßige Auftragen von Salben mit Salicylsäure, H1-Antihistaminika oder Gerbstoffen kann eine deutliche Linderung der Beschwerden erzielen.

Bei akuten Hautekzemen hat sich die sogenannte Intervallpflege erfolgreich bewährt, die aus einem ständigen Wechsel zwischen Basispflege und der Behandlung mit einem Präparat auf Basis von Glukokortikoiden besteht. Diese unterdrücken die Immunreaktion und wirken dadurch stark juckreizlindernd. Die äußerliche Therapie mit Glukokortikoiden zeigt in der Regel nicht die gefürchteten Nebenwirkungen, wie sie bei einer innerlichen Anwendung dieser Wirkstoffe oft auftreten. In schweren Fällen wird der Arzt den Einsatz eines Entzündungshemmers wie etwa einem Präparat mit Teer, Bufexamac oder Antibiotika vorschlagen. Bei unerträglichem Juckreiz kann unter Umständen das Auftragen einer Salbe zur örtlichen Betäubung notwendig werden.

Die schulmedizinische Behandlung eines Hautekzems zielt lediglich darauf ab, die Beschwerden zu lindern und die Barrierefunktion der Haut wiederherzustellen. Eine Heilung der Hauterkrankung ist nur dann möglich, wenn der auslösende Faktor langfristig und gänzlich vermieden werden kann.

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