Nagelbettentzündung – Behandlungsmöglichkeiten

Die Entzündung eines Nagels an einem Finger oder einer Zehe kann sehr schmerzhaft sein und eine chronische Ausprägung annehmen. Daher ist es wichtig, schon beim Auftreten der ersten Anzeichen gezielte Maßnahmen zu setzen, um die Infektion zum Abklingen zu bringen. In der Regel zeigt die Behandlung einer Nagelbettentzündung mit geeigneten Präparaten in wenigen Tagen deutliche Erfolge. Oft ist es sogar möglich, die Entzündung mit einfachen Hausmitteln wirksam zu bekämpfen und die Beschwerden innerhalb kurzer Zeit zu lindern.

Konservative Behandlung einer Nagelbettentzündung

In der Schulmedizin kommen je nach Art des Krankheitserregers verschiedene Salben zum Einsatz, um die Ursache der Erkrankung so schnell wie möglich zu bekämpfen. Salben mit fungiziden Wirkstoffen wirken hervorragend, wenn eine Infektion mit Hefepilzen vorliegt. Im Falle einer Erkrankung mit Herpesviren stehen Präparate mit Virostatika zur Verfügung. Handelt es sich um bakterielle Entzündung, reichen oft schon Jod-Tinkturen oder desinfizierende Bäder.

Auch in der Apotheke erhältliche Lösungen mit Wasserstoffperoxid, die in regelmäßigen Abständen auf die betroffene Stelle beziehungsweise direkt auf die Eiterblasen aufgetupft werden, haben sich in der Behandlung einer Nagelbettentzündung erfolgreich bewährt. Wichtig ist, auf die betroffene Stelle keinen Druck auszuüben und den Kontakt mit reizenden Substanzen wie Putzmitteln oder synthetischen Kosmetika konsequent zu meiden.

Nur wenn die Entzündung mit lang anhaltenden Schmerzen, Fieber und geschwollenen Lymphknoten einhergeht, wird der Arzt ein Antibiotikum verschreiben, das innerlich angewendet werden muss. Bei chronischen Verläufen, eitriger Verwachsung des Gewebes oder einer Ausweitung der Entzündung auf den darunter liegenden Knochen kann unter Umständen auch ein operativer Eingriff notwendig werden.

Wirksame Hausmittel gegen akute Nagelbettentzündungen

Bäder mit Salzwasser oder Apfelessig

Um eine akute eitrige Nagelbettentzündung zu heilen, hat sich das regelmäßige Baden des betroffenen Fingers oder der Zehe in Salzwasser erfolgreich bewährt. Salz wirkt stark antibakteriell und fungizid und bekämpft dadurch die Krankheitserreger. Der erkrankte Nagel sollte mehrmals täglich je zwanzig Minuten in einem Glas Wasser mit zwei oder drei Teelöffeln darin aufgelöstem Meersalz gebadet werden. Alternativ können auch Bäder mit Apfelessig durchgeführt werden, die ebenfalls desinfizieren und die Entzündung stoppen. Generell sollten Betroffene darauf achten, die erkrankte Stelle regelmäßig warm zu baden, damit die Haut aufgeweicht wird und der Eiter abfließen kann.

Teebaumöl – Oreganoöl

Die Natur hält zudem einige hochwirksame Antibiotika bereit, die die für die Entzündungsreaktion verantwortlichen Bakterien, Viren oder Pilzerreger wirksam bekämpfen. Vor allem ätherisches Teebaum- oder Oreganoöl, das mehrmals täglich direkt auf den Entzündungsherd aufgetragen wird, führt in der Regel innerhalb weniger Tage zum Abklingen der Beschwerden. Teebaumöl sollte allerdings mit einem Basisöl verdünnt werden, da es pur zu Hautreizungen führen kann.

Honig-Gewürz-Mischung

Weitere hocheffektive Naturheilmittel gegen eitrige Nagelbettentzündungen sind mit gemahlenem Zimt oder Ingwer vermischter Manuka-Honig und roher Knoblauch. Das Honig-Gewürz-Gemisch oder eine frisch gepresste Knoblauchzehe sollte auf den betroffenen Finger- oder Zehennagel dick aufgetragen werden und anschließend mehrere Stunden unter einem Pflaster einwirken. Diese Kur sollte alle paar Stunden erneuert werden, bis die Beschwerden vollständig verschwunden sind.

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