Röschenflechte: Ursachen, Symptome, Behandlung

So unangenehm die Symptome einer Röschenflechte auch sind, diese in der medizinischen Fachsprache Pityriasis rosea Gibert genannte, entzündliche Hauterkrankung ist harmlos und heilt in den meisten Fällen nach einigen Wochen oder Monaten auch ohne Behandlung spontan aus.

Das Schuppenröschen ist mit der Schuppenflechte nicht verwandt und stellt mehr ein kosmetisches als ein gesundheitliches Problem dar. Die genauen Ursachen der Röschenflechte sind bis heute nicht bekannt, Mediziner vermuten, dass ein Stamm der Herpesviren für die Entstehung dieser Dermatose verantwortlich ist. Die Erkrankung äußert sich in kleinen Rötungen, die sich schubartig am ganzen Körper verteilen und nur selten mit Beschwerden einhergehen. Durch die äußere Anwendung von bestimmten Arzneistoffen und alternativmedizinische Maßnahmen kann die Abheilung dieser Rötungen erheblich beschleunigt werden. Auch die Betroffenen können einiges dazu beitragen, dass die Krankheit einen leichten Verlauf nimmt.

Häufigkeit und Risikofaktoren

Das Schuppenröschen kann grundsätzlich in jedem Alter auftreten, allerdings sind besonders Kinder und Jugendliche sowie junge Erwachsene unter 30 Jahren von dieser Erkrankung betroffen. Nach Schätzungen erkranken weltweit etwa ein bis zwei Prozent dieser Altersgruppe, deutlich mehr Frauen als Männer. Häufungen sind im Frühling und Herbst zu beobachten, wobei dieses Phänomen bis heute nicht wissenschaftlich erklärt werden konnte. Dass die Erkrankung besonders bei Menschen auftritt, die unter Allergien leiden, legt nahe, dass genetische Faktoren eine gewisse Rolle spielen. Auch Personen, die unter übermäßiger Stressbelastung leiden, sind einem erhöhten Risiko ausgesetzt, ein Schuppenröschen zu entwickeln.

Wie einige typische Kinderkrankheiten, darunter Masern oder Röteln, leidet ein Mensch auch an einer Pityriasis rosea nur einmal im Leben. Nachdem die Symptome der Röschenflechte abgeheilt sind, entwickelt der Patient gegen die Erkrankung eine lebenslange Immunität. Familienmitglieder eines Betroffenen sind nicht gefährdet, selbst zu erkranken, denn das Schuppenröschen ist nicht ansteckend.

Ursachen der Röschenflechte

Bisher konnte nicht eindeutig geklärt werden, ob die Ursachen der Röschenflechte bakterieller oder viraler Natur sind. Als Auslöser dieser Dermatose wird eine Infektion mit Herpesviren vermutet. Vor allem die Stämme HHV-6 und HHV-7 stehen in Verdacht, diese Dermatose auszulösen. Wie die Erreger, die Herpes simplex und genitalis auslösen, verbleiben auch diese Virenstämme nach der Erstinfektion im Organismus, werden unter bestimmten Voraussetzungen wie übermäßiger Stressbelastung oder Fehlfunktionen des Immunsystems aktiv und lösen eine Entzündungsreaktion aus. Nur ein geringer Teil der Menschen, die diese Viren in sich tragen, entwickeln eine Herpeserkrankung.

Verlauf und Symptome der Röschenflechte

In geschätzten fünfzig bis neunzig Prozent aller Fälle äußert sich das Schuppenröschen zunächst in einer leicht erhabenen Rötung, die als Mutterplaque bezeichnet wird. Diese hat einen Durchmesser von einigen Zentimetern und zeigt sich am Rumpf, meistens in der Bauchgegend. Ausgehend vom Zentrum der Mutterplaque ist eine ausgeprägte Schuppung zu erkennen, die bis an den Rand der Rötung reicht. Nach wenigen Tagen bis zwei Wochen entstehen kleine gerötete Flecken ovaler bis länglicher Form, die sich am ganzen Körper, vor allem an den Gliedmaßen schubweise ausbreiten. Gesicht, Hände und Füße bleiben meist ausgespart. Die Flecken nehmen im Zuge der Schübe an Größe zu und können je nach Schwere und Ausprägung von einem leichten bis starken Juckreiz begleitet werden. Vor allem, wenn die Haut sehr trocken ist oder durch Schweißbildung gereizt wird, kann der Juckreiz auch deutlich zunehmen und sehr unangenehm sein. In seltenen Fällen zeigen sich auf den rötlichen Flächen kleine, in Gruppen angeordnete Bläschen, wie sie für Herpesinfektionen typisch sind.

Nach vier bis sechs Wochen, in seltenen Fällen erst nach mehreren Monaten, heilt die Erkrankung spontan und ohne Narbenbildung aus. Obwohl das Schuppenröschen ohne Komplikationen verläuft, sollte nach Feststellung der ersten Anzeichen ein Hautarzt aufgesucht werden, um eine gefährliche Hauterkrankung auszuschließen. Die Symptome der Röschenflechte sind jenen von Infektionen durch Hautpilze und Syphilisbakterien sehr ähnlich, weshalb eine ärztliche Diagnose wichtig ist. Nur selten treten im Verlauf einer Pityriasis rosea Beschwerden auf, die mit einem allgemeinen Krankheitsgefühl verglichen werden können. Mögliche begleitende Symptome einer Röschenflechte können leichtes Fieber, Kopfschmerzen, Müdigkeit und Appetitlosigkeit sein. Nur für Schwangere stellt die Pityriasis rosea eine Gefahr dar, denn eine Infektion kann vor allem im ersten Trimester zu einer Fehlgeburt führen. Ab der 15. Schwangerschaftswoche geht dieses Risiko jedoch signifikant zurück, bleibende Schäden des ungeborenen Kindes sind nicht zu erwarten.

Therapeutische Maßnahmen beschleunigen die Heilung

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Die Pityriasis rosea verläuft in der Regel ohne unangenehme Beschwerden, kann jedoch bei trockener oder gereizter Haut zu einem starken Juckreiz führen. Heiße Bäder und Duschen, Sauna- und Dampfbadgänge sowie sportliche Betätigung sind daher in dieser Zeit zu meiden, um Austrocknung und übermäßige Schweißbildung zu verhindern. Das Duschwasser sollte eher lauwarm als heiß sein. Falls Bäder notwendig sind, empfiehlt sich die Verwendung von ölhaltigen oder rückfettenden Substanzen auf natürlicher Basis. Auf weiche, nicht zu enge Kleidung aus Naturfasern sollte ebenfalls geachtet werden.

Um eine schnelle Abheilung zu begünstigen, stehen unterschiedliche Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung. Oft können homöopathische Arzneimittel schnelle Linderung bringen. Bei stark schuppenden Flecken, Juckreiz und trockener Haut kann die Einnahme von Arsenicum jodatum C9 in Kombination mit Sepia C5 rasche Linderung bringen. Arsenicum album C5 und Graphites C 15 eignen sich für die homöopathische Behandlung von feinschuppiger Pityriasis rosea. Kommt es zur Bildung herpesähnlicher Bläschen an der Oberfläche der Flecken, sollten Globuli mit Berberis vulgaris C5 eingenommen werden. Die homöopathische Therapie sollte so lange erfolgen, bis der Ausschlag abgeklungen ist.

Viele Betroffene machen auch mit dem Auftragen von Schwarzkümmelöl und Umschlägen mit ätherischem Lavendelöl gute Erfahrungen. Bei starkem Juckreiz hat sich auch das Auftragen von Lotionen auf Basis von Cortison oder Polidocanol erfolgreich bewährt. In besonders schweren und hartnäckigen Fällen kann eine Phototherapie, also die Bestrahlung mit UV-Licht Erleichterung bringen.

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