Möglichkeiten der Behandlung von Rosazea

Da die genauen Ursachen der Rosazea oder Rosenfinne noch nicht ausreichend geklärt werden konnten, zielt die schulmedizinische Therapie dieser Hautkrankheit darauf ab, die Symptome zu lindern und die Häufigkeit der einzelnen Schübe zu verringern. Eine ganzheitliche Behandlung der Rosazea ist in vielen Fällen auf lange Sicht deutlich erfolgreicher, wenn sie mit konsequenten Veränderungen des Lebensstils vonseiten der Betroffenen einhergeht.

Schulmedizinische Behandlung der Rosazea

In der Schulmedizin kommt in der Regel eine lokale Therapie mit antibiotischen oder stark entzündungshemmenden Salben und Gels mit Azelainsäure zum Einsatz. In schweren Fällen wird der Dermatologe eine systemische Therapie vorschlagen, die mit der Einnahme von Antibiotika sowie Hormonpräparaten einhergeht. Von der langfristigen Anwendung von Arzneimitteln mit Kortison sind die Ärzte in den letzten Jahren abgekommen, da diese in vielen Fällen zu einer signifikanten Verschlechterung des Hautbildes führen.

Alternative Therapiemöglichkeiten

In der Homöopathie werden gegen Rosazea vor allem Kalium phosphoricum, Abrotanum und Kalium sulfuricum erfolgreich eingesetzt. Von diesen Potenzen werden täglich wahlweise fünf Globuli oder bis zu zwanzig Tropfen eingenommen. Auch die Anwendung der Schüsslersalze Kalium chloratum Nr.4*, Natrium sulfuricum Nr. 10 und Natrium phosphoricum Nr. 9 hat sich in der alternativen Behandlung der Rosazea bewährt. Eine zusätzliche Therapie mit Heilerde, die als Maske mehrmals wöchentlich aufgetragen wird, bringt die Pusteln und Papeln oft bereits nach einigen Tagen zum Abklingen und verbessert das Hautbild sichtbar. In schweren Fällen kann auch eine die schulmedizinische Behandlung der Rosazea begleitende Mistel-Standardtherapie, eine Thymus- oder eine Enzymtherapie zum Einsatz kommen.

Sanfte und wirksame Maßnahmen gegen Rosazea

Da Mediziner seit einigen Jahren einen Zusammenhang zwischen dieser Hautkrankheit und einer Infektion mit dem im Magen lebenden Keim Helicobacter pylori vermuten, sollten sich Betroffene in Hinblick auf Gastritis oder andere chronische Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes untersuchen lassen. Um einer möglichen Besiedelung der Magenschleimhaut mit Helicobacter pylori entgegenzuwirken, können Patienten über einen längeren Zeitraum hinweg eine Kur mit Kokosöl durchführen. Die darin enthaltenen Fettsäuren zerstören die Bakterien und verhindern deren Vermehrung. In vielen Fällen kommt es im Falle einer chronischen Gastritis und damit zusammenhängenden Sekundärerkrankungen zu einer vollständigen Ausheilung, wenn über mehrere Monate hinweg täglich mindestens drei bis vier Esslöffel Kokosöl verzehrt werden.

Viele Lebens- und Genussmittel wirken gefäßerweiternd und können die Symptome der Rosazea deutlich verschlimmern. Betroffene sollten daher stark gewürzte und scharfe Speisen, heiße Getränke, Alkohol und Nikotin konsequent meiden. Generell sind Lebensmittel vom Speiseplan zu streichen, die den Organismus übersäuern. Das Lutschen von Eiswürfeln und die regelmäßige Einnahme von kalten ungesüßten Getränken kann die Gesichtsrötungen im akuten Stadium deutlich reduzieren.

Statt synthetischer Kosmetika sollten nur hundertprozentig natürliche und milde Pflegeprodukte* wie Naturseifen, Jojoba- und Mandelöl oder Blütenwasser angewendet werden. Direkte Sonneneinstrahlung in den Sommermonaten ist ebenso zu meiden wie Wind, Frost und Kälte im Winter. Eine ausgewogene Vollwerternährung mit viel frischem Obst und Gemüse als Rohkost und hochwertigen pflanzlichen Fetten sowie die Vermeidung von Stress und der gezielte Einsatz von Entspannungstechniken führen in vielen Fällen zu einer erheblichen Linderung der Symptome und machen eine schulmedizinische Behandlung der Rosazea mit aggressiven chemischen Arzneistoffen oft unnötig.

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