Rosazea: Ursachen und Symptome

Die Rosazea oder Gesichtsrose ist eine entzündliche und nicht ansteckende Erkrankung der Haut im Bereich des Gesichts, deren genaue Ursachen bis heute nicht gänzlich erforscht werden konnten. Die ohne erkennbaren Grund auftretenden Symptome der Rosazea sind jedoch, wie man heute weiß, auf eine abnormale Immunreaktion des Organismus zurückzuführen. Diese Hautkrankheit äußert sich durch eine chronische Erweiterung feiner Äderchen, flächige Rötungen, die mit Eiterpickeln und Knötchenbildung einhergehen können sowie in schweren Fällen auch durch chronische Wucherungen bestimmter Gesichtspartien.

Mögliche Ursachen der Rosazea

Neueste Forschungsergebnisse belegen, dass die Ursachen der Rosazea in einer Störung des Immunsystems liegen, die durch ein Zusammenspiel mehrerer Fehlregulationen entsteht. Sowohl fehlgeleitete neurologische Impulse als auch Veränderungen der Steuerung von Blut- und Lymphgefäßen werden als Ursachen der Rosazea angenommen.

Das Immunsystem reagiert auf diese Störungen mit einer abnormalen Aktivierung und Überproduktion von Peptiden, die zu einer entzündlichen Reaktion in der Haut führen. Diese Eiweißkörper werden vermutlich produziert, um die sogenannte Demodex-Milbe oder Haarbalgmilbe zu bekämpfen, die auf der Hautoberfläche von Rosazea-Patienten vermehrt nachgewiesen werden kann.

Ein Zusammenhang mit dem in der Magenschleimhaut lebenden pathogenen Bakterium Helicobacter pylori, das für eine Vielzahl von Krankheiten verantwortlich ist, wurde lange Zeit vermutet, konnte bis heute jedoch nicht bewiesen werden.

Die vom Immunsystem aktivierten antimikrobiellen Peptide stellen die eigentlichen Ursachen der Rosazea dar, denn sie wandern in die Haut und schütten dort Botenstoffe aus, die zunächst eine krankhafte Erweiterung der feinen Blutgefäße bedingen. Im weiteren Verlauf kommt es durch die Peptide zu einer entzündlichen Reaktion, die die Entstehung eitriger Papeln und eine übermäßige Zellteilung im Bindegewebe und in den Talgdrüsen verursacht.

Verlauf und Symptome der Rosazea

Die Erkrankung tritt meist plötzlich auf, kann sich jedoch schon Jahre vor dem eigentlichen Ausbruch durch Vorstufen ankündigen, die sich zunächst in leichten, schubweise auftretenden Gesichtsrötungen bemerkbar machen. Die Bezeichnung der Hautkrankheit leitet sich von der sichtbaren Entwicklung der Rötungen ab, die mit dem langsamen Aufblühen einer Rosenblüte vergleichbar ist. Durch die Immunreaktion des Körpers kommt es zu einer Entzündung, die sich in eitrigen Pickeln und der Bildung von Knötchen äußert. Durch dieses Erscheinungsbild wird die Erkrankung auch oft fälschlicherweise als Acne rosacea oder Erwachsenenakne bezeichnet, hat mit Akne jedoch keinerlei Gemeinsamkeiten.

Die auffälligen Symptome der Rosazea konzentrieren sich in den meisten Fällen auf die Mittelpartie des Gesichts und treten vor allem auf den Wangen, der Stirn und am Kinn auf. Wesentlich seltener weitet sich die Erkrankung auch auf Dekolleté und Hals aus. In der Regel bleiben die Hautpartien um die Augen und die Lippen von den entzündlichen Hautreaktionen verschont. Eine nur sporadisch auftretende Sonderform, die unter dem Namen Ophthalmo-Rosazea bekannt ist, befällt die Augen, wodurch es zu einer wiederholten Entzündung des Lidrandes, der Bindehaut oder der Iris kommen kann, die in seltenen Fällen zur Erblindung führt.

Die unterschiedlichen Stadien der Erkrankung

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Abhängig von der Beschaffenheit der geröteten Flächen werden drei Stadien der Erkrankung unterschieden. Als Rosacea erythemato-teleangiectatica wird das erste Stadium bezeichnet, innerhalb dessen meist an Wangen, Nase und Stirn deutlich erweiterte Kapillaren und später fleckige und stark gerötete Flächen mit schuppender Oberfläche auftreten. Diese können mitunter brennende oder stechende Schmerzen sowie einen starken Juckreiz verursachen.

Im Frühstadium zeigen sich die Symptome der Rosazea in Schüben und klingen nach kurzer Zeit immer wieder ab, bleiben bei fortgeschrittener Erkrankung jedoch bestehen und nehmen eine chronische Ausprägung an. Im weiteren Verlauf kommt es im Bereich der Rötungen und erweiterten Äderchen zusätzlich zum Auftreten von eitrigen Pickeln und Knötchenbildung sowie einem auffällig großporigen Erscheinungsbild. Dieses Stadium wird in der Medizin als Rosacea papulopustulosa bezeichnet und erinnert in seinem Aussehen stark an Akne.

Das dritte Stadium der Erkrankung ist durch Wucherungen der Talgdrüsen und des Bindegewebes gekennzeichnet, die durch die übermäßige Zellteilung entstehen. In diesem Stadium treten in erster Linie bei Männern oft sogenannte Rhinophyme auf, die in der Umgangssprache als „Knollennase“ oder „Kartoffelnase“ bezeichnet werden. Diese als Rosacea hypertrophica bezeichnete Form führt meist zu chronischen knotigen Verdickungen der Nase, kann aber auch zu Wucherungen an den Ohren, am Kinn oder an den Augenlidern führen.

Die optischen Veränderungen an diesen exponierten Stellen führen bei vielen Betroffenen zu einer signifikanten Beeinträchtigung des Selbstbewusstseins und der Lebensqualität. Die betroffenen Hautstellen können sich durch Medikamenteneinnahme und Stress deutlich verschlechtern und reagieren zudem äußerst sensibel auf die Verwendung von Kosmetika sowie auf Sonneneinstrahlung und Berührung.

Häufigkeit und Risikogruppen

Die chronischen Symptome der Rosazea sind ein weitverbreitetes Phänomen und betreffen in den westlichen Industriestaaten geschätzte zwei bis fünf Prozent der Bevölkerung. Die Krankheit tritt vorrangig bei Erwachsenen im Alter zwischen dreißig und fünfzig Jahren auf, nur äußerst selten sind Jugendliche vor ihrem zwanzigsten Lebensjahr betroffen. Frauen leiden statistisch gesehen etwas häufiger an dieser Hautentzündung als Männer, wobei letztere meist wesentlich stärker ausgeprägte Symptome einer Rosazea entwickeln.

Da diese Erkrankung hellhäutige Menschen in Nord- und Westeuropa deutlich häufiger betrifft als dunkle Hauttypen, wird sie im Volksmund auch als „Kupferrose“ oder „Fluch der Kelten“ bezeichnet. Menschen, die ihre Haut im Laufe ihres Lebens intensiver Sonneneinstrahlung ausgesetzt haben, sind einem hohen Risiko ausgesetzt, die Symptome einer Rosazea zu entwickeln, da Hautschädigungen durch UV-Licht mit dem Ausbruch dieser Erkrankung in Verbindung gebracht werden.

Mediziner gehen davon aus, dass die Krankheit auch durch genetische Faktoren begünstigt wird, da Häufungen in Familien beobachtet werden. Psychischer Stress, übermäßiger Alkoholkonsum und der Verzehr stark gewürzter Speisen werden ebenfalls als auslösende Faktoren definiert, die auch den Verlauf der Erkrankung entscheidend negativ beeinflussen können.

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