Was kann man gegen Warzen tun?

Behandlung von Warzen

Die gängigste Methode, von Viren verursachte Warzen an exponierten Körperstellen wie den Füßen oder Händen zu entfernen, liegt in der äußeren Anwendung von Präparaten auf Basis von Milchsäure oder Salicylsäure in Form von speziellen Warzenpflastern oder Tinkturen. Durch die ätzende Säure wird die oberste Hornschicht schrittweise abgetragen und das erkrankte Gewebe tritt nach außen und heilt anschließend ab. Diese Art der Behandlung muss konsequent über einen Zeitraum von mindestens sechs Wochen und mehrmals täglich durchgeführt werden, um eine vollständige Heilung des Warzengewebes zu erzielen.

Die aggressiven, säurehaltigen Präparate können bei täglicher Anwendung die umliegende Haut verletzen, deshalb sollte diese zusätzlich mit einer schützenden fetthaltigen Salbe abgedeckt werden. Um eine Verbreitung der Viren und eine erneute Ansteckung anderer Hautstellen zu vermeiden, sind bestimmte Hygienemaßnahmen zu beachten. Die benutzen Gegenstände müssen nach jeder Behandlung desinfiziert oder ausgewechselt und die Hände immer sorgfältig gewaschen werden.

Chirurgische Behandlungsweisen

Stellt sich eine Warze als besonders hartnäckig heraus oder reicht sie in tiefere Gewebeschichten, wird der Dermatologe einen operativen Eingriff mittels Hochenergielaser, elektrischer Verschorfung oder eine chirurgische Entfernung im Rahmen einer Kürettage mit einem sogenannten „scharfen Löffel“ in Erwägung ziehen. Für die erfolgreiche Behandlung von ausgedehnten Warzenbeeten und großflächigen Stellen mit einem Laser sind je nach betroffener Körperstelle mehrere Sitzungen notwendig, um das krankhafte Gewebe zu zerstören.

Kryotherapie (Vereisung)

Dell-, Flach- und Pinselwarzen können im Zuge der sogenannten Kryotherapie mit abgekühltem flüssigem Stickstoff aus der Sprühflasche oder auf einem Wattbausch für etwa dreißig Sekunden vereist werden. Dieser Eingriff kann entweder beim Arzt erfolgen oder vom Patienten selbst mit in der Apotheke erhältlichen Vereisungsmitteln durchgeführt werden, wobei die Vereisung von Warzen im Gesicht nur von Fachpersonal vorgenommen werden sollte.

Durch Kontakt mit dem kalten Stickstoff stirbt das erkrankte Gewebe unter Blasenbildung innerhalb weniger Tage ab und wird vom Körper abgestoßen. Tiefe Dornwarzen können ebenfalls mittels Kryotherapie behandelt werden, in der Regel sind jedoch mehrere Sitzungen notwendig. Eine Narbenbildung nach der Vereisung kleiner Warzen ist zwar unwahrscheinlich, kann aber nie ganz ausgeschlossen werden.

Sanfte Hausmittel im Kampf gegen Warzen

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Manche Warzen verschwinden oft ohne Therapie nach einiger Zeit von selbst, andere sprechen auch auf wiederholte konventionelle Behandlungsmethoden schlecht an. Alternative Therapieansätze zeigen in der Regel gute Ergebnisse, sind deutlich günstiger und nicht mit einer Verletzung der betroffenen Hautstelle verbunden.

Altbewährte Hausmittel zielen in erster Linie darauf ab, die Viren abzutöten und dadurch den Selbstheilungsprozess der Haut zu beschleunigen.

Teebaumöl

Reines Teebaumöl ist für seine antiviralen Eigenschaften bekannt und zeigt im Kampf gegen Warzen eine hervorragende Wirkung. Dazu wird ein Wattebausch oder Wattestäbchen mehrmals täglich mit einigen Tropfen Teebaumöl getränkt und die betroffene Hautstelle damit behandelt. Bei großen Warzen kann es helfen, ein Pflaster mit dem Öl zu befeuchten, dieses auf die Stelle zu kleben und alle paar Stunden zu erneuern.

Statt Teebaumöl kann auch die Verwendung von biologischem Apfelessig oder frisch gepresstem Zitronensaft bei Warzen schnelle Linderung bringen und das Abheilen beschleunigen.

Knoblauch

Viele Menschen erzielen in der Behandlung von hartnäckigen Warzen mit Knoblauch überraschende Erfolge. Dazu wird eine gewaschene und geschälte Knoblauchzehe halbiert und die betroffene Hautstelle mehrmals täglich damit eingerieben.

Bananenschalen

Auch ein an der Innenseite mit einem medizinischen Klebeband befestigtes Stück Bananenschale kann die Warze innerhalb kurzer Zeit zum Verschwinden bringen. Besonders wirksam sind solche „Bananenschalenpflaster“, wenn sie über Nacht angewandt werden.

Abwehrkräfte stärken

Da Warzen in erster Linie bei Menschen auftreten, deren Immunsystem die viralen Erreger nicht bekämpfen kann, sollten die Abwehrkräfte durch eine gesunde Ernährung zusätzlich gestärkt werden. Eine vitaminreiche Kost mit viel frischem Obst und Gemüse unterstützt die Abwehrmechanismen der Haut von innen und hilft ihr, das krankhafte Gewebe zu reparieren. Zusätzlich kann die Einnahme der Schüsslersalze Kalium chloratum D6 und Natrium chloratum D6 dem Organismus dabei helfen, die Warzen zu bekämpfen. In der Homöopathie hat sich der Einsatz von Thuja, Antimonium crudum oder Causticum erfolgreich bewährt.

Behandlung von Feigwarzen

Da die hochansteckenden Feigwarzen durch Geschlechtsverkehr übertragen werden, sollte die Behandlung immer bei beiden Partnern erfolgen, da sonst das Risiko besteht, dass es zu einer Wiederansteckung kommt. Feigwarzen können sowohl mit chirurgischen Methoden entfernt als auch mit lokal aufgetragenen Arzneimitteln bekämpft werden, wobei die Viren, die die Feigwarzen auslösen, in dreißig bis vierzig Prozent der Fälle überleben und es zu einem Rückfall kommt.

Spezielle Salben und Cremes
Kleine und weiche Feigwarzen im äußeren Bereich der Genitalien können mit einer Salbe auf Basis von Podophyllotoxin, Trichloressigsäure oder einer Imiquimod-Creme bekämpft werden, die zu einer Entzündungsreaktion in der Haut und schließlich zum Absterben der Warzen führen. Diese Arzneistoffe müssen vorsichtig gehandhabt und dürfen in der Regel nur vom Arzt aufgetragen werden. Behandlungen mit solchen Präparaten sind langwierig und mit unangenehmen Nebenwirkungen wie Schwellungen, Rötungen, Brennen und schmerzhaften Erosionen der Hautoberfläche verbunden.
Eine sanftere und ebenso effiziente Alternative stellt die lokale Behandlung mit Präparaten auf Basis von Grüntee-Extrakten dar. Auch im Zuge einer Phototherapie sterben die infizierten Hautzellen durch eine Kombination von spezieller Beleuchtung und 5-Aminolävulinsäure ab.

Operative Maßnahmen
Großflächige Warzenfelder werden im Zuge eines operativen Eingriffs unter Vollnarkose oder lokaler Betäubung entfernt. Dafür stehen je nach Beschaffenheit der Feigwarzen verschiedene chirurgische Methoden wie die Entfernung mit einer Schere, Verbrennung mit dem Elektrokauter oder die Vereisung im Rahmen einer Kryotherapie zur Verfügung. Gute Erfolge mit einem minimierten Risiko der Narbenbildung kann in vielen Fällen die Entfernung mit einem CO2-Laser erzielen. Auch von Feigwarzen betroffene Personen sollten darauf achten, ihr Immunsystem durch einen gesunden Lebensstil positiv zu beeinflussen, um die Heilung zu beschleunigen.

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